00:00:04: Jung und Landwirtin, der Agrarpodcast von Maya Mokvitz.
00:00:10: Hallo ihr lieben Menschen!
00:00:12: Und wie schön dass Ihr wieder eingeschaltet habt zu einer neuen Folge.
00:00:16: Ich muss euch beichten heute bin ich nicht alleine sondern wir haben ein Publikum und damit man die auch einmal hört bitte einer klatschen.
00:00:30: Sehr schön weil ich kenne das selber manchmal wenn ich Podcast höre und dann denke ich so hey irgendwie ist es hört sich das heute anders an.
00:00:35: Ich will es direkt zugeben, das ist eine Live-Podcastfolge.
00:00:38: Und wir befinden uns gerade alle auf dem Agrarabend der Sparkasse.
00:00:42: Um genauer zu sein, ist die Sparkasse Zelle Gifford Wolfsburg und ich finde dafür hat es sich total angeboten auch eine Landwirtin einzuladen, die aus dieser Region kommt.
00:00:53: So bin ich schon ganz schnell auf Gesarramme gekommen denn sie kommt aus Kästdorf.
00:00:58: Das liegt bei Gifforden!
00:01:01: Als Thema habe ich mir überlegt Denn sie kommen von einem Mischbetrieb, also sie kommen vom Betrieb wo es Legehennen gibt, Ackerbau und Direktvermarktung.
00:01:10: Und auf das Thema Direkt-Vermarktungen wollte ich ein bisschen genauer schauen.
00:01:14: Denn dass ist ja der Ort, wo Landwirtin oder Landwird auf Verbraucher trifft.
00:01:20: Das ist dann auch genau die Situation, wo's um Kommunikation geht.
00:01:24: Also, wie gehen wir eigentlich im Alltag miteinander um?
00:01:27: Das kann sich jetzt zwar mal jeder selber auch fragen.
00:01:30: Gar nicht einmal nur zwischen Landwirtinnen und Verbraucher sondern allgemein, wie geben wir miteinander um.
00:01:35: Wie reden wir miteinander?
00:01:37: Wie gehen wir in der heutigen Zeit mit Kritik-und Nachfragen um?
00:01:40: Und wie schaffen wir es eigentlich im Gespräch immer respektvoll zu bleiben – auch wenn man vielleicht nicht immer derselben Meinung ist!
00:01:47: Ich habe mir gedacht das ist doch mal spannend mit einer Landwirte zu sprechen die auf einem Wochenmarkt ihre Produkte verkauft Und dementsprechend ganz viele solche Situationen schon erlebt hat und bestimmt schon viele Learnings daraus ziehen konnte.
00:02:00: Ich habe also Fragen mitgebracht in die Richtung, welche Gespräche auf dem Markt geben dir eigentlich Energie?
00:02:08: Wie schaffst du es vielleicht auch mal Kritik nicht so richtig an dich heranzulassen und emotional zu werden?
00:02:14: als welcher innere Strategie hat man da vielleicht über die Jahre für sich selbst herausgefunden?
00:02:19: Und meine absolute Highlight-Frage und auch Kernstück dieser Podcastfolge sind die Gespräche, die ihr am meisten noch im Kopf geblieben seid.
00:02:27: Einfach weil sie vielleicht zum Schmunzeln gebracht haben oder weil sie dadurch eine neue Erkenntnis gewonnen hat auf dieses Gespräch.
00:02:36: Auf diese Frage freue ich mich ganz besonders für all diejenigen, die heute zum ersten Mal eingeschaltet haben.
00:02:42: Für euch möchte ich mich gerne nochmal kurz vorstellen!
00:02:45: Mein Name ist Maja Mokwitz.
00:02:46: Ich selber komme von einem landwirtschaftlichen Ackerbaubetrieb, ich habe Landwirtschaft studiert und darf unseren Betrieb in der ersten Generation übernehmen.
00:02:54: Wir zu Hause haben keine Direktvermarktung aber ich stand trotzdem schon das andere mal zum Beispiel in einer Erdbeere oder habe Spargel verkauft.
00:03:02: also ich bin das trotzdem gewöhnt!
00:03:04: Wie es sich für mein Podcast gehört hab ich drei kurze Einstiegsfragen gesang Und von dir möchte ich gerne wissen, welche Mak-Gängerin bist du eigentlich?
00:03:15: Erst einmal ein Kaffee trinken und plauschen oder schnell einkaufen und alles erledigen abhaken.
00:03:22: Also das ist schnell beantwortet da ich nicht mal Kaffeetrinke also auch kein Tee gar nix... Wirklich?
00:03:27: Was trinkst Du?
00:03:28: Wasser!
00:03:30: Oder morgens vielleicht man Saft oder so aber eigentlich keine Heißgetränke.
00:03:34: Aber dadurch, dass ich selber auf dem Markt arbeite ist es für mich so.
00:03:37: Ich kaufe auf den Markt ein, während ich ja eigentlich auch schon verkaufen sollte.
00:03:41: Deswegen ist es dann schnell darüber huschen wenn gerade keine Kunden da sind oder wenn ich hoffe das gleich keiner kommt und ich dann sehe, dass schon wieder einer steht und wartet dann muss ich nicht beeilen.
00:03:49: also tatsächlich dann eher das mal schnell was besorgen was ich brauche.
00:03:53: Ja ich glaube meine Antwort ist richtig unsympathisch weil ich bin glaube ich schon eher auch die Kaffeetrinkerin Quatsch ich, wenn ich den Ersten getroffen habe.
00:04:01: So lange dass der Enghof dann auch irgendwann egal ist.
00:04:03: so ein bisschen und Ich glaube ich mache mich auch relativ hübsch für einen Markttag.
00:04:06: also ich nehme das richtig auch ernst.
00:04:09: Das ist aber auch so eine Dinge es gibt glaube ich viele die das beobachten ist eher anderen viel.
00:04:14: Puh bin ich nicht die einzige Kundenkontakt ist für dich eher Energiequelle oder Konzentrationsarbeit?
00:04:23: Mit der Antwort macht dann wahrscheinlich ich mich eher unbeliebt.
00:04:25: ja was ist doch eher konzentrations Arbeit?
00:04:29: Also es gibt mir auch viel, aber ich merke halt einfach am Ende von so einem Markttag.
00:04:33: Das ist viel anstrengender als jeder andere Tag auf dem Hof.
00:04:36: oft oder zumindest weil ... Es ist ja im Grunde nur ein halber Tag.
00:04:39: also wenn ich dann irgendwann um vierzehn und fünfzehn Uhr nach Hause komme, ist ja eigentlich zuerst der halbe Tag rum.
00:04:44: Aber das fühlt sich auf jeden Fall an wie ein sehr langer Tag Und ich merken dass wenn ich mal den Markt meines Vaters übernehme Dann bin ich zwei Tage nacheinander da und dann bin ich immer ultra müde.
00:04:53: Also von daher das drängt schon an
00:04:56: Okay Lampwirtschaft erklärst du, Außenstehenden eher mit Zahlen und Fakten oder durch persönliche Geschichten?
00:05:04: Also da würde ich mich jetzt gar nicht entscheiden können.
00:05:06: Ich glaube das beides ganz nah zusammen gehört.
00:05:09: also... Ich glaube ohne persönliche Geschichte ist es zu abstrakt und deswegen ist es ganz wichtig dass wir da so einen Dialog kommen und da ein bisschen die Geschichten mit aufarbeiten.
00:05:17: aber Ich persönlich bin eine Freundin von Fakten.
00:05:20: Also ich hab gerne Zahlen und Daten dabei, um das Ganze zu belegen.
00:05:23: Und einmal... also ich denke, dass es auch ne große Aussagekraft hat.
00:05:26: aber wenn man's dann eben noch verpacken kann vielleicht mit der Geschichte?
00:05:29: Dann ist das optimal Fall würde ich sagen!
00:05:31: Ja
00:05:31: genau da könnte ich mich jetzt auch nicht entscheiden.
00:05:33: Da machen wir meine Aussage über meinen schwarz-weiß Fragen.
00:05:37: Aber erzähl mal bevor wir gleich in den Markt einen Tag mit dir eintauchen wer bist du überhaupt?
00:05:42: Erzähl mal ein bisschen was von dir.
00:05:44: Ja, also ich bin Landwirtin.
00:05:46: Ich bin auf dem Hof aufgewachsen und habe Landwirtschaft gelernt und studiert und arbeite mit meinen Eltern zusammen aufm Hof.
00:05:54: Und wir haben hier in der Südheide Niedersachsen den Hof.
00:05:57: Wir haben Ackerbau, Legehennen Mutter-Kuhhaltung und das Ganze eben in der Direktvermarktung.
00:06:02: Also ich glaube, dass es so die Gruppe abrisst.
00:06:04: also immer wenn man fragt wer bist überhaupt bestellt man immer gleich seinen Betrieb bräuchte.
00:06:07: aber
00:06:07: ist das Gefühl?
00:06:08: Ja, ich bin der Betrieb!
00:06:10: Aber schon das Gefühl man kriegt dann einen gewissen Einblick sagt mir was für ein Hof du hast dann sag ich was für den Mensch du bist.
00:06:15: Kennst
00:06:17: du halt die Bücherregalzeit mit deinem Bücheregalzeit?
00:06:19: Ja
00:06:19: ja das geht auch.
00:06:21: Und was bedeutet es für dich Jungland wird denn zu sein?
00:06:25: In erster Linie für mich persönlich würde ich das einfach beantworten Geilsten Job der Welt.
00:06:30: Also ich arbeite in der Natur und mit Tieren...
00:06:33: Hast du geil hier im Podcast gesagt, aber ist sehr gut platziert?
00:06:36: Sehr gut!
00:06:38: Ich glaube das brauche ich auch nicht näher erläutern jetzt auch in der Runde was es bedeutet Landwirtin zu sein.
00:06:42: Aber die Frage zielt ja wahrscheinlich eher auf das Jung dabei ab.
00:06:46: so Das ist mir auch erst vor kurzem bewusst geworden dass das ja irgendwie ein Begriffesdienst in anderen Berufen gar nicht so gibt.
00:06:51: also niemand sagt ich bin Jungenbäckerin oder jung Eithilerin oder keine Ahnung was es so gibt.
00:06:57: Und das kommt wahrscheinlich aber auch daher, dass wir halt in der Landwirtschaft diese spezielle Situation haben.
00:07:02: Dass es eben viele Familienbetriebe sind, wenn man als junger Landwirtin irgendwo anfängt.
00:07:07: Gerade dieser Generationenwechsel ist ja auf Hilfen oft so ein Punkt wo sich noch mal viel ändern kann also wirklich die neue Generation mit einsteigt, wo dann einfach irgendwie was passiert auf den Hilfen und das ist schwierig für andere.
00:07:22: für andere Branchen.
00:07:24: Also bei den Junglandwirt, es gibt einen Jungland-Werte-Premier.
00:07:25: Das ist ja wirklich ein Begriff so, das gibt's ja woanders gar nicht und deswegen habe ich das für mich nochmal neu definiert.
00:07:30: also ja ich glaube es bedeutet auch eine große Verantwortung zu tragen eben weil man nicht nur dem Betrieb irgendwie mit einsteigt sondern auch diese ganze... Betriebsgeschichte, aber immer auch Familiengeschichte übernimmt.
00:07:42: Also jeder Betrieb ist ja aus unterschiedlichen Konstellationen heraus entstanden, warum er so ist wie er heute ist.
00:07:47: Da spielen ganz viele Faktoren rein und das Ganze prägt einen ja auch und die Familie und einen selber.
00:07:53: Und ich glaube diese Verantwortung dahinter ist es ganz wichtig.
00:07:58: für viele Junglandwirtinnen glaube ich so ein Ding was sie spüren können.
00:08:02: Ja bei mir war's auch so jung Landwirtin sein heißt für mich Wurzeln haben als ich wusste schon immer auf welchen Hof ich gehöre.
00:08:09: Ich wusste schon immer, was ich deswegen lernen
00:08:11: möchte.".
00:08:12: Meine Freundinnen in der Grundschule haben gesagt mal ja dich werden wir nie verlieren!
00:08:15: Weil wenn wir uns irgendwie verlieren dann wissen wir können bei dir anfangen weil du immer auf diesem Hof sein wirst und das heißt für mich so irgendwie wirklich tiefe Wurzeln und ich habe davon wahnsinnig viel Energie genommen dass sich immer wusste vorhin es für mich geht.
00:08:26: Wir sind ja auch irgendwie lost gerade nach dem Abi was für Fähigkeiten hab ich eigentlich?
00:08:30: Was macht mich eigentlich
00:08:30: glücklich?".
00:08:31: Und ich hatte das irgendwie schon so mitgegeben bekommen.
00:08:34: Es ist ja auch
00:08:35: Junglandwetter sein.
00:08:36: Hast du deinen Platz auf dem Hof schon gefunden, also welche Verantwortung liegt in deinem Aufgabenbereich?
00:08:42: Also das hat sich mit der Zeit alles so ein bisschen entwickelt.
00:08:44: Ich bin so gesehen noch gar nicht so lange auf dem Hofe.
00:08:47: Also seit zwei Tausend neunzehn bin ich voll dabei und habe aber auch in der Zeit dazwischen auch den Meister tatsächlich noch gemacht war da auch zwei Jahre nebenbei immer noch ein bisschen woanders.
00:08:55: Aber alles hat sich von alleine so entwickelt.
00:08:58: gar nicht unbedingt einen Bereich, der jetzt irgendwie nur mir zusteht.
00:09:01: Das ist eigentlich eher so.
00:09:02: ich arbeite ja mit meinen Eltern in einer GBR also wir sind zu dritt und jeder hat irgendwo so seinen Bereich kann aber auch definitiv den des anderen übernehmen.
00:09:09: Also ich bin ganz ehrlich Ackerbau ist tatsächlich nicht unbedingt mein Favorit.
00:09:12: Ich kann aber auf dem Trecker sitzen und Ja gut du kommst vom Ackerbaubetrieb Aber das für mich ist es eher die Arbeit mit den Tieren also mit den Rindern mache ich arbeitig eigentlich am liebsten also Rinder füttern Es ist mein Ding.
00:09:23: jeden Tag bei den Eiern sind dann aber doch eher dass mein Vater die Lege hinmacht und ich die Eier, weil wir im Laufe der Zeit gemerkt haben, dass ich ein bisschen fingerfertiger bin.
00:09:32: Und das schneller geht, wenn ich die Eihe sortiere!
00:09:35: Deswegen hat sich das einfach so im Laufer der Zeit entwickelt.
00:09:38: wer hat welche stärken und schwächen?
00:09:39: vielleicht aber auch in einer Direktvermarktung ist es eben auch so er hat seinen Markttag Ich hab meinen Markttag also jeder hat irgendwo in jedem Bereich durchaus seinen kleinen Platz da drin ja.
00:09:51: Und welche Rolle spielt dann bei euch die Direkt-Vermarktung?
00:09:54: Also seit wann habt ihr die?
00:09:57: Also, wir waren ursprünglich tatsächlich ein Milchviehbetrieb bis zum Jahrzehnte.
00:10:00: Wir haben im Jahrzehn zwölf dann mit den Lege hin angefangen und dann eben auch direkt in die Direktvermarktung sind vergangen.
00:10:06: Und ich glaube Ich kann das auch so sagen wenn ich also dass ohne direkte Vermarktung ist die Betrieb glaube ich auch kaum noch geben würde.
00:10:12: also das hat uns definitiv So ein bisschen gerettet dass wir gesagt haben wir gehen jetzt in die direkte Vermarktungen legen unsere eigenen preise fest.
00:10:19: und Wenn ich jetzt zähle wenn mich die leute fragen wie viel hühner ich habe Dann sage ich es sind drei tausend und auf dem mark sagen dann immer alle, oh Gott doch so viele!
00:10:27: Und ich sag ja nie.
00:10:28: So wenig eigentlich?
00:10:30: Weil wäre ich nicht in der Direktvermarktung, dann hätte ich wahrscheinlich vierzigtausend Hühner oder noch mehr um mich als Junglandswirtin meine Eltern als Generation und meine beiden Großeltern die beiden Seiten für meiner Mutter als auch für mein Vater halt also zweimal Altenteil.
00:10:45: das sind mehrere Generationen die halt von diesem Hof leben müssen und von daher finde ich drei tausend hühner dann eigentlich gar nicht mal so viel.
00:10:51: aber wie gesagt durch die direkte Vermarktungen fährt man halt eine ganz andere Wertschöpfung.
00:10:56: Ja,
00:10:57: jetzt bewegen wir uns so langsam Richtung Markt!
00:11:00: Was findet man bei euch gerade für Produkte?
00:11:03: Also die Eier sind wie gesagt das Hauptthema.
00:11:06: also mir geht es hauptsächlich darum ich will Eierverkauf ungefähr und aber wenn man sich nur mit Eiern auf dem Markt stellt ist bisschen Mau.
00:11:14: Die Kunden möchten natürlich auch gerne noch ein bisschen was anderes bekommen.
00:11:17: und was es selber von uns noch gibt dass tatsächlich Marmelade Das passt jetzt vielleicht erst noch gar nicht rein, aber es hat sich auch so ein bisschen entwickelt.
00:11:24: So eine Art Cross-Selling.
00:11:25: also ich habe tatsächlich verbringe mittlerweile einen Tag in der Woche damit Marmeladen zu kochen.
00:11:30: Das zum Beispiel auch komplett meinen Verantwortungsbereich.
00:11:31: Also mein Vater hat noch nie Marmelade gekocht.
00:11:36: Mama unterstützt vielleicht mal... Genau, also die Marmeladen.
00:11:41: Die funktionieren tatsächlich auch recht gut, habe ich dann noch festgestellt.
00:11:44: Also viele kommen wirklich wegen den Marmeladen her und gucken sich das an und nehmen halt einfach nochmal zehn Eier mit.
00:11:49: So ist quasi das Konzept.
00:11:51: Und was man da noch braucht sind Produkte, die wir von anderen Landwirten aus der Region zukaufen.
00:11:56: Wir holen dann noch Kartoffeln, wir holen Zwiebeln... ...und aktuell ist es noch Honig!
00:12:01: So die Grundprodukte, die es gibt.
00:12:03: Und dann halt je nach Saison... Also wir bauen noch Kürbisse an und Zuckermeis an.
00:12:07: Wir haben im Winter Tannengrün liegen aber das ist halt so eine Saisonwahrung.
00:12:10: Das was immer da ist sind so die Produkte ja auch.
00:12:13: Wie oft fahrt ihr dann zum Markt?
00:12:14: Also wie oft macht ihr euch auf?
00:12:15: Das sind drei Tage die Woche.
00:12:17: also ich fahre jeden Mittwoch und jeden Samstag.
00:12:19: Das ist der gleiche Markt.
00:12:20: Der findet immer Mittwochs und Samstags statt und mein Vater fährt Freitagss noch auf dem anderen Markt.
00:12:26: Ja gut!
00:12:26: Dann bin ich jetzt schon gespannt.
00:12:28: Ich hatte mir jetzt vorgestellt Wir haben jetzt so fünf Highlights, wenn wir auf fünf kommen.
00:12:33: Von Gesprächen die dir einfach in Erinnerung geblieben sind weil sie nicht vielleicht verdutzt haben, verärgert haben neugierig gemacht haben kannst du uns mal ein Gespräch so rein so.
00:12:45: Ich habe einen Lieblingsgespräch.
00:12:48: das ist schon ein paar Jahre her aber es ist immer noch mein Favorit.
00:12:52: Mit dem fangen wir jetzt an.
00:12:54: Dann wird es immer langweiliger, super!
00:12:57: Danach wird's trockener... Aber das war so absurd, dass mir bis heute in Erinnerung geblieben ist.
00:13:03: Das war ein Mittwoch-Marktag, der ist definitiv ruhiger als von Samstag und ich hab da immer so'n Barhocker weil ich dann zwischendurch sitze wenn keine Kunden kommen.
00:13:10: Es ist wirklich auch in den kälteren Monaten sitzt man da einfach rum und wartet sozusagen auf Bunden.
00:13:15: manchmal ist leider so.
00:13:17: Und dann kam da so ein Herr mit einem Rucksack und Multifunktionskleidung, und er kam da angestratzt.
00:13:22: Er hat erst mal geguckt und sich die Marmeladen angeguckt... ...und hat mich gefragt warum verkaufen sie Marmelade?
00:13:29: Ich habe die Frage erst gar nicht verstanden.
00:13:32: Also warum verkaufe ich Marmela...?
00:13:34: Weiß ich, möchten Sie welche kaufen?
00:13:35: dann deswegen
00:13:36: vielleicht?!
00:13:37: Und er dann... Nee!
00:13:40: Die Früchte esse ich immer pur also roh.
00:13:43: Also Sie könnten das ja auch machen Ja, aber jetzt gerade ist ja tatsächlich Winter.
00:13:47: Also mit Erdbeeren ist dann schwierig.
00:13:48: Irgendwo ist vielleicht Marmelade auch eine Art der Haltbarm... also Konservierung?
00:13:52: Konservieren!
00:13:53: Dann kann ich das auch im Winter essen.
00:13:55: Aber da ist ja so viel Zucker drin und wegen des Kochvorgangs sind ja keine Vitamine mehr drin.
00:14:00: Ja okay, ich esse tatsächlich auch keine Marmeladen wegen der Vitamine,
00:14:04: muss ich ehrlich sagen.
00:14:05: Aber der ganze Zucker
00:14:07: Wie viele sind dann in dem Croson?
00:14:10: Genau.
00:14:12: Aber der ganze Zucker, ich weiß es nicht.
00:14:14: Man muss jeder für sich entscheiden.
00:14:15: Ich esse auch kein ganzes Glas pro Tag Marmelade.
00:14:18: Das
00:14:19: ist schon recht zerdigend.
00:14:20: Irgendwann habe ich mich gefragt, in welche Richtung geht das jetzt hier.
00:14:23: Was wird das eigentlich?
00:14:24: Ich hatte Zeit und dachte mir, dann unterhalten wir uns mal.
00:14:27: Ich bin aber standhaft geblieben bei meiner Meinung, dass keine Rechtfertigung braucht, warum man Marmelades essen möchte hatte dann mir erzählt, dass er immer nur Getreide frühstückt.
00:14:39: Also mehr so im Sinne von Haferflocken und alles auch roh.
00:14:42: Er ist doch keine Brötchen weil die sind auch verarbeitet.
00:14:43: da wird dann auch alles kaputt gemacht.
00:14:45: Und ich blieb dann aber dabei und dann artete das Gespräch irgendwann so aus, dass es eher, weil er diesen Zucker als so schlecht darstellen wollte meinte, dass man davon Pickle bekommt.
00:14:54: Dann hat er den Satz gesagt Aber Marmelade macht hässlich!
00:14:59: Das ist eigentlich ein Argument.
00:15:02: Und dann habe ich mir nur ... Also, da hab' ich ihn gefragt, wollen Sie mich jetzt beleidigen?
00:15:06: Dann war er aber so ein bisschen verwirrt.
00:15:07: Nee, wieso?
00:15:08: Ich sag' ja erst Marmelade und sie
00:15:09: sagen Marmelademacht Hesse!
00:15:13: Ich glaub', an der Stelle beenden wir das Gespräch und dann haben wirklich mit einer sehr ausladenen Handbewegung ihm gesagt, er soll jetzt bitte einfach weitergehen und das hat er dann auch gemacht.
00:15:21: Aber das war wirklich das ultig rollkigste Gespräch, dass sich da geführt hat.
00:15:24: Haben wir jetzt einen Learning?
00:15:27: Wir ziehen jetzt ein Strich drunter und sagen, wenn ich noch mal in eine Situation komme, mein Learning ist.
00:15:35: Je
00:15:35: nach Laune, wenn ich Zeit habe würde ich mich wieder auf
00:15:38: dieses Gespräch einlassen.
00:15:39: Weil ich jetzt hier darüber sehen
00:15:41: kann!
00:15:43: Aber eben das Learning wäre auch so.
00:15:44: mit manchen Menschen braucht man halt einfach nicht diskutieren.
00:15:46: also Ich hab ja schnell gemerkt er hatte seine Meinung und die wollte er mir aufziehen es ging ja gar nicht um einen Austausch.
00:15:52: Also von daher braucht man da glaube ich eigentlich auch nicht unbedingt tiefer ins gespräch gehen Mit manchen Kunden.
00:15:57: Ja ich glaub mal hat das immer schnell im Gefühl ne?
00:15:59: Ob es sich jetzt lohnt da sich zu verteidigen oder nicht.
00:16:01: aber ich glaube immer so Die Einladung zu sagen Sie müssen es ehrlicherweise gar nicht kaufen.
00:16:06: Es gibt ja ganz viele andere Stände, das
00:16:08: kann
00:16:09: man immer... Tatsächlich
00:16:09: zwinge ich sie ja gerade gar nicht, dass zu kaufen.
00:16:12: Ich bin hier nur anwesend aber sie müssen mir nichts kaufen.
00:16:15: Okay
00:16:16: Gespräch eins hast du ein weiteres Highlight?
00:16:19: Vielleicht um so ein bisschen mehr im Sinne von Learning was du gerade angesprochen hast zu denken was mir so ein bisschen die Augen wieder geöffnet hat, ist nicht ein spezielles Gespräch.
00:16:28: Aber ganz viele, also die Masse angesprechen, die das gleiche Thema aufgreifen.
00:16:33: Nämlich wenn ich nach neuen Kartoffeln gefragt werde und ich das aber nicht in der Kartoffelsaison oder halt in der Ernte gefragt werde... Sondern durch.
00:16:44: das
00:16:44: Frühste war tatsächlich Januar.
00:16:46: Also wirklich im Januar normalerweise oft dann, also geballt dann eher so Februar-März.
00:16:52: Und dann sage ich, na ja, aber die Kartoffel werden jetzt Wenn überhaupt gerade erst gepflanzt oder noch nicht mal, je nachdem wann die Frage kommt.
00:17:00: So schnell geht das nicht und da war ich halt auch ziemlich verdutzt tatsächlich warum ich nach neuen Kartoffeln gefragt werde zu der Zeit und habe mir dann aber selber einfach irgendwann gesagt naja woher sollen es den Menschen aber auch wissen?
00:17:14: Also die Produkte liegen ja teilweise in den Supermärkten.
00:17:17: Es gibt Kartoffel aus Zypern, aus Ägypten oder so die relativ früh in den super Märkten kommen.
00:17:22: von daher Also die Verbraucher und Verbraucherin können ja im Grunde gar nichts dafür, dass man dann einfach ins Gespräch geht.
00:17:29: Und ohne Vorurteile und ohne dieses... Manchmal denkt man sich bis zu bekloppt kannst du nicht im Winter fragen.
00:17:34: aber so darf man natürlich nicht antworten.
00:17:36: also weil wie gesagt woher sollen sie es wissen?
00:17:40: Was mir auch selber aufgefallen ist tatsächlich vielleicht sind wir Landwirt und Landwirts ein bisschen selbst schuld manchmal Viele direkt vermarkten... Schuld
00:17:47: ist immer auch ein gutes Wort.
00:17:48: Vielleicht
00:17:51: können wir mehr auf uns schauen, aber...
00:17:54: In einer Direktvermarktung bei Kartoffeln steht ganz oft frische Kartoffeln.
00:17:57: und da hab ich mir irgendwann auch selber gefragt, was heißt das denn eigentlich?
00:17:59: Frische Kartofeln!
00:18:00: Weil die werden halt einmal geerntet und dann liegen die nachher um ungefähr.
00:18:04: Und wir nutzen es ja selber eher als Marketingbegriff, ne?
00:18:07: Wenn die Leute das dann aber lesen, frische Kartoffeln, dann möchten sie halt auch zu jeder Jahreszeit frische kartoffeln haben.
00:18:12: Ist ja dann eigentlich auch kein Wunder.
00:18:14: also Ja, das sind immer gute Gespräche eigentlich wo man dann so ein bisschen Aufklärungsarbeit halt auch leisten kann.
00:18:20: Ja ja sehr gut!
00:18:22: Ich will einmal gerne in den Raum fragen mein Klatschbarometer einmal anwerfen wer von euch geht denn selber gerne mal auf den Markt?
00:18:35: Kann noch mal im Vergleich einmal alle klatschen?
00:18:44: Das würde sagen zwanzig zwanzich dreißig Prozent
00:18:47: oder war schon ein bisschen leise.
00:18:48: also jedenfalls klang es hier oben nicht so laut.
00:18:51: Und wer macht das genauso wie ich?
00:18:52: erstmal einen Kaffee trinken und schlendern?
00:18:56: Freunde.
00:19:00: Wette ihr seid unehrlich, kann ja gar nicht sein.
00:19:02: Eine!
00:19:03: Mit dir gehe ich los.
00:19:05: Sehr gut dann machen wir mal weiter.
00:19:07: Ich glaube du hast noch mehr Gespräche im Petto.
00:19:09: Also
00:19:10: rein theoretisch könnte ich bis morgen hier reden ist.
00:19:11: Das wäre jetzt kein Thema aber... Was ich noch ansprechen würde, es war aber nicht wirklich ein Marktgespräch.
00:19:18: Wir verkaufen die Eier ja auch ab Hof und das ist dann in der Selbstbedienung.
00:19:21: also wir haben so eine Kiste vor der Haustür stehen man nimmt sich ne Packung Eier raus und wirft das Geld einfach im Briefschlitz rein Und irgendwann...
00:19:28: Also richtig zum Briefkasten?
00:19:29: Ja genau!
00:19:30: Wir hatten mal ne Kasse mit Wechselgeld Aber nachdem die dann weg war habe ich mir gedacht Nö komm'n Dann muss man's halt durch den Briefschritt reinerwerfen.
00:19:37: Ist weniger Diebstahl?
00:19:38: Ja Und irgendwann war in der Kiste oder Nein, ich glaube auch durch den Riefschutz geworfen.
00:19:44: Tatsächlich war ein Zettel, wo dann halt stand.
00:19:47: letztes Mal waren sechs kleine Eier in der Packung ärgerlich unterstrichen Unterstrichen Ausrufe zeichnen ausrufe Zeichen
00:19:55: und richtig Vorstellungen schrieben.
00:19:56: hat
00:19:57: ja Und also ich habe mir diesen zettel angucken dachte mir so okay Ich verkaufe auf dem Hof halt unsortierte Eier.
00:20:03: Also da sind große und Kleine in der packung.
00:20:05: das ist so.
00:20:07: Niemand hat aber behauptet, dass irgendwie eine gewisse Anzahl an großen Eiern drin sein muss.
00:20:11: Es geht dann immer so ein bisschen danach wie groß sind die Eier gerade, die die Hühner legen?
00:20:14: Wenn sie noch jünger sind, sind das ja kleinere Eier.
00:20:16: je älteren, hunnwürdest du größer wird das Ei, dass die legen.
00:20:20: und ich dachte mir halt einfach nur es stand der Person ja frei vor dem Kauf einmal in die Packung reinzuschauen ob ihr denn die Eiere gefallen oder nicht.
00:20:28: Aber mit der Kaufentscheidungen hat sie eigentlich schon gesagt zu Ich kaufe dieses Produkt und dann hinterher nochmal nie war mir zu klein.
00:20:35: Den Schuh hab ich mir auch nicht angezogen, weil ich mir gleich gedacht habe.
00:20:39: Hättest du die Zeit gehabt sie zu treffen?
00:20:41: Was hättest Du erklärt in dem Moment?
00:20:43: Also du hattest jetzt ja nur den Brief aber es gibt ja eine Erklärung dafür wenn die Eier kleiner sind.
00:20:48: Ich hätte es genau so erklärt, wie das ist.
00:20:50: Es wissen auch ganz viele nicht, dass ein älteres Hunen tendenziell größere Eier legt und manche denken, dass das verschiedene Rassen an Hühnern sind.
00:20:56: Es gibt natürlich noch Zuchtlinien, die dann besonders große Eier legen oder so.
00:20:59: aber grundsätzlich fängt ein Huni erst mal klein an und dann übt's immer weiter bis sie größer werden.
00:21:05: Dann hätte ich auch erzählt, wenn viele kleine Eier da sind, müssen die halt auch verkauft werden?
00:21:11: Anders läuft es nun mal nicht!
00:21:12: So ist das in der Direktvermarktung... Wenn sie das immer gleich möchte, dann müsste sie in den Supermarkt gehen.
00:21:18: So würdest ihr wahrscheinlich sagen.
00:21:21: Ich glaube da auch immer, dass Sie Verständnis hätten.
00:21:25: Also weißt du?
00:21:25: Ja!
00:21:26: Ich glaube, Sie würden gar nicht mehr großartig viel sagen oder diskutieren sondern einfach die Info ist schon interessant.
00:21:31: Ich glaub es ist halt schwierig sich da überhaupt reinzudenken und diesen Perspektivwechsel zu machen.
00:21:35: Warum hat die sich beschwert?
00:21:38: aber aus Ihrer Sicht... Sie kann es ja auch einfach nicht wissen, ne?
00:21:42: Dann denkst du sich vielleicht einfach... Ich hab was falsch gemacht und hab da in irgendeinem... Vielleicht waren noch enorm viele kleine Eier drin.
00:21:48: Weil das kann ja sein ich sehe das leider auch manchmal dass manche Kunden dann eben umtauschen, dass die sich ihre Packungen... Ahja!
00:21:53: Dann hat jemand vorher sich die ganzen Rosen und alle Kleinen...
00:21:56: Und sie hat dann die Packung
00:21:57: errichtet.
00:21:58: Ja, kann natürlich auch sein.
00:21:59: Das wäre natürlich ärgerlich.
00:22:00: Deswegen war mein Appell auch den ich über Instagram dann an meine Follower gesagt habe Tauscht bitte nicht um, das ist halt unfair.
00:22:07: Also versuchst du ein bisschen an andere irgendwo mitzudenken?
00:22:10: Ist natürlich auch immer schwierig.
00:22:11: Ich habe das Gefühl jeder möchte so das Maximale für sein Geld rausholen.
00:22:16: Ich merke es beim Zuckermeißverkauf da haben wir auch kleine Kolben und große Kolben.
00:22:20: oft sind nämlich mehrere Kolben in einer Pflanze.
00:22:22: Oft aber nur halt einer der wirklich groß ist und der zweite ist dann noch einen Ticken kleiner.
00:22:25: und ich hab halt irgendwann mal gesagt... Verkaufst
00:22:26: du auch bei dir auf dem Markt?
00:22:28: ne?
00:22:28: Genau!
00:22:29: Und da habe ich nicht angefangen diese Kolben zu wiegen.
00:22:32: Ich hab einfach gesagt, einen Kolben mein Euro Fertig.
00:22:35: Und wer einen großen Kolben möchte, dann soll sich halt den Großen raussuchen.
00:22:38: Manche sagen von sich aus mir reicht ein kleiner Kolb nicht so viel, da nehme ich ihn klein und die meisten sind auch feiner mit.
00:22:44: Aber dann gibt es eben natürlich Leute, die sagen ne also wenn ich schon Euro bezahle, dann will ich das Maximale, dann nehme ich mir auch einen großen Kolben völlig egal ob ich den auf esse oder nicht.
00:22:51: Das habe ich so ein bisschen gefühlt.
00:22:52: Oder ich könnte mir vorstellen, wenn sie einmal bei dir waren und es gab diese großen Kolbe und Sie haben mal in Euro gezahlt, dann gucken Sie beim nächsten Mal und sagen Letztes Mal waren sie aber viel größer und jetzt kriege ich für das gleiche Geld viel weniger.
00:23:04: Genau, wenn dann die großen Kolben schon alle verkauft sind und eben nur noch die Kleinen da liegen und dann fällt es natürlich doll auf dass nur kleine da sind und dann kommen natürlich auch welche sagen ja also ist mache ich ja aber auch ne?
00:23:14: Also dann können wir ja wie gesagt ins Gespräch gehen und wenn jemand sagt hier sind über dolle klein dann sage ich komm dann legen wir noch zwei drauf!
00:23:20: Da kann man natürlich drüber reden.
00:23:21: dafür sind wir ja auf dem Wochenmarkt.
00:23:22: Ja okay vielleicht schaffen wir noch ein letztes Gespräch, ein Highlight vielleicht noch.
00:23:30: Ein Highlight für mich was vielleicht auch ganz passend ist für diesen Podcast weil er ja.
00:23:34: Junge und Landwirtin heißt es oft wenn Kunden mir nicht zutrauen, dass ich auch die Landwirte hinter dem Ganzen bin.
00:23:40: Also viele denken das ich die Verkäuferin bin, die halt auf dem Wochenmarkt steht aber nicht, dass Ich tatsächlich auch diejenige bin, Die irgendwie den ganzen Hof... Wie
00:23:48: merkst du das dann?
00:23:49: Wenn es irgendwie
00:23:50: meinen Gesprächen rauskommt, Dann fällt ihnen fast die Kindlade runter und dann sagen sie, Ach wie!
00:23:54: Sie sind auch diejenigen, die die Hühner hält oder was?
00:23:57: Ja, tatsächlich.
00:23:59: Einmal bin ich auch gefragt worden wer mich denn hergefahren hat Und ich habe gesagt also ich hab erst mal gedacht weil ich dachte wegen des.
00:24:06: Ich habe dann erst mal gesagt, nee, der Marktanhänger ist ein ganz normaler BE-Führerschein.
00:24:10: Also ein Auto-Anhänger.
00:24:12: Das kann ich fangen... Ja aber sie dürfen auch Auto fahren!
00:24:18: Oder ganz besonders ist es auch ein Kollege mit dem ich ja schon jahrelang auf diesen Markt zusammen arbeite und ich hab wie gesagt zweimal in der Woche den Markt mein Vater einmal.
00:24:26: Und trotzdem kommt er noch manchmal zu mir und sagt, ich find's toll dass du deinem Vater auf dem Markt hilfst.
00:24:32: Könnt dich hier ausrasten?
00:24:33: Aber mittlerweile weil er wie gesagt Ist jetzt schon zweimal gesagt, ich ächel jetzt nur noch und sag ja.
00:24:38: Ich find's auch toll wenn er mir hilft!
00:24:42: Ich glaub dann können wir jetzt auch schon darauf schauen.
00:24:44: so welche Gespräche geben dir denn richtig Energie?
00:24:48: Wenn quasi in den Gesprächen...wenn ich das bekomme wovon aktuell ja viele Landwirte und Landwirten irgendwie reden und das ist ja auch irgendwie so wenn wir was sagen, sowas wünschen wie uns von den Verbrauchern oder der Gesellschaft wertschätzung.
00:25:02: Wenn dann einfach rauskommt oder mir Komplimente gemacht werden oder ich find's toll dass sie das machen oder auch einfach...wenn es nur über die Produkte ist, is' ja auch gut, ne?
00:25:11: Ich bin einfach nur froh, dass ich hier direkt von der Landwirte kaufen kann und dass sich einfach weiß woher kommt Und dass man da in diesen direkten Dialog geht und einfach wirklich weiß, wo es am Ende ankommt.
00:25:24: Wenn mir jemand sagt so ich esse nur ihre Eier weil das sind die besten und sie schmecken super und dann zeigen Sie mir noch Fotos vom Omelette, was wir letzte Woche gemacht haben oder keine Ahnung?
00:25:32: Das ist halt einfach total süß.
00:25:34: dann!
00:25:35: Oder auch wenn's wirklich ins Private geht also man denkt das vielleicht gar nicht aber auf dem Wochenmarkt entstehen wirklich... Gut Freundschaften wäre jetzt komplett zu viel gesagt Aber man kennt seitens Freundschaft werden auch teilweise private Fragen gestellt und erzählt.
00:25:50: Über
00:25:50: welche Fragen freust du dich denn tatsächlich?
00:25:52: Es werden jetzt ja so ein paar, die dich so verdutzen, aber es gibt dir auch sicherlich welche, wo du denkst, das finde ich grad toll, dass du das mal fragst!
00:25:57: Also ich freue mich immer wenn's irgendwie fachliche Fragen sind oder so... Oder wenn Themen durch die Medien geist dann, wo man weiß, nee da stimmt gerade, es ist ganz gern wird er immer noch zu Ostern rausbeholt Küken-Schreddern oder so.
00:26:11: öfter schon gefragt worden auf dem Markt, okay Sie haben Eier, sie haben Hühner.
00:26:14: können Sie mir das mal erklären.
00:26:15: Da hab ich immer Feuer und Flamme.
00:26:16: Dann wissen wir auch völlig egal ob zwei drei Kunden in der Schlange stehen oder was kaufen wollen?
00:26:19: Ich erklär das schön.
00:26:20: zu Ende!
00:26:20: Sehr schön ja es ist ein guter Moment.
00:26:24: Und wie würdest du sagen was ist jetzt so deine innere Strategie immer freundlich zu bleiben?
00:26:29: Ich gehe davon aus gewusst meistens freundliche.
00:26:32: Meistens schon.
00:26:33: Das liegt mir einfach.
00:26:34: also es ist in meiner Persönlichkeit und ich weiß wenn mir jemand blöd kommt dann... Oft habe ich das Gefühl, man sagt ja so lächeln ist die beste Art dem Feind die Zähne zu zeigen.
00:26:47: Und ich hab das Gefühl wenn ich dann noch mal mehr freundlicher werde dass sie das oft auch von alleine merken dass vielleicht irgendwas blöd war oder so.
00:26:55: also das liegt mir schon.
00:26:57: aber ich habe definitiv auch gelernt Ich muss das gar nicht!
00:27:01: Ich muss nicht immer freundlich sein.
00:27:02: Also wenn mir ein Kunde oder eine Kundin Blöd kommt Dann kann ich halt auch mal ne Grenze ziehen und wirklich sagen es gibt ja diesen Satz der kunde des Königs Und ich frage mich immer, wer hat sich denn ausgedacht der Kunde?
00:27:15: Ich sehe das nicht so.
00:27:16: Ich denke mir, ich bin auch eine Königin und ich muss mir halt in schwierigen Situationen nicht alles gefallen lassen.
00:27:21: Dann kann ich eben auch einfach sagen, an dieser Stelle ist das Gespräch zu Ende.
00:27:25: entweder wir möchten jetzt was kaufen oder nicht und wenn nicht dann können sie aber auch weitergehen.
00:27:32: Du machst ja auch Social Media!
00:27:41: Du machst ja auch Social Media und das ist ja eigentlich so ein bisschen was ähnliches wie auf dem Markt stehen, weil du hast irgendwie eine Audience.
00:27:49: Welche Rolle spielt Social Media für dich?
00:27:50: Und was kannst du damit bewegen?
00:27:53: Also für mich ist es eigentlich eine komplett andere Sache dass ich auf dem markt sind wir gesagt oft Verkaufsgespräche und Social Media habe ich angefangen, gar nicht um meinen Hof oder meine Produkte zu bewerben.
00:28:03: Ich hab irgendwann gemerkt das geht auch ganz gut weil natürlich auch Wochenmarkt Kundinnen sich das Ganze anschauen was für mich aber erst mal so ein Learning-Auch war.
00:28:12: also wenn mir irgendjemand plötzlich gesagt hat Habe ich ja letztens in ihrem Video gesehen dann war ich immer so völlig verdutzt so achja dass ist meine Follower sind reale Menschen oh mein Gott!
00:28:24: Weil für mich war es eigentlich eher der Hintergrund, ein bisschen Öffentlichkeitsarbeit zu machen und Aufklärungsarbeit zu leisten.
00:28:29: So eine Brücke zu bauen einfach als Ansprechpartnerin dazu sein.
00:28:33: Also auf dem Markt erreicht mich ja auch nicht jeder und wenn ich mit einem Trecker über einen Acker fahre dann kann da jemand am Rand stehen und winkende sehe vielleicht bzw macht auch einfach nicht jeder.
00:28:42: Keiner fährt durchs Dorf und klingelt und sagt Ich hab da mal ne Frage an den Landwirt oder so.
00:28:47: Und online ist halt da eine super niedrige Hemmschwelle, dass man einfach eine Nachricht schreiben kann.
00:28:52: Und darum geht es mir eigentlich einfach präsent zu sein für alle die halt Lust haben und Bock haben auf irgendwie ins Gespräch zu kommen und dann eben immer mal wieder einfach den Alltag zeigen.
00:29:01: also so ein bisschen um Verständnis zu schaffen.
00:29:03: Und hast du das Gefühl du nutzt solche Medien auch für die Direktvermarktung?
00:29:07: Also dass das so eine positive Auswirkungen darauf hin hat.
00:29:10: Also ich weiß, dass das funktioniert.
00:29:12: Dass viele tatsächlich auf dem Markt kommen und suchen und sagen, ich habe letztens ein Video gesehen da hab' ich den Wochenmarkt im Hintergrund erkannt.
00:29:19: Das muss doch dieser Markt sein!
00:29:20: Und dann sind die halt auch gekommen und haben meinen Stand gesucht.
00:29:22: und ja wirklich Kunden, die sich zu erkennen geben und sagen Ich bin heute jetzt extra mal ein paar Meter weiter gefahren.
00:29:27: eigentlich ist mein Wochenmarkt irgendwie anderes Dorf oder so.
00:29:30: aber Heute wollte ich mal bei ihnen kaufen.
00:29:31: also es funktioniert auch.
00:29:32: Ja
00:29:33: Okay, dann können wir jetzt auch langsam schon zum Ende.
00:29:37: und mich interessiert Was wünschst du dir dann für den Austausch zwischen Landwirten und Verbrauchern?
00:29:44: Und ich möchte damit uns nicht so wirklich gegenüberstellen, weil wir sind auch alle selber Verbraucher.
00:29:49: Also die jetzt hier im Raum nicht, da gehen ja nur zwanzig Prozent zu Marke.
00:29:51: Aber viele von uns gehen ja wirklich einkaufen!
00:29:55: Was findest du dir?
00:29:56: Genau deswegen finde ich es tatsächlich auch mal ein bisschen schwierig wenn man sagt Landwirte-und Verbraucha als wenn das immer zwei gegenüberstehende Seiten wären.
00:30:05: Da wünsche ich mir dass überhaupt erstmal wieder einen Austausch stattfindet, also dass wir eben wie gesagt diese Brücke bauen können und das wir überhaupt ins Gespräch kommen können.
00:30:13: Ich denke auch das ist so ein bisschen vermehrt Aufgabe von jetzt der neuen Generation, also von Junglandwirtinnen, Junglandwirten, dass wir da wieder stärker dieses ganze Kommunikationsdingen irgendwie machen... Also dass wir kommunizieren?
00:30:28: Und ja, dass.. Wir haben Perspektivwechsel dabei auch irgendwie, also das wir halt Verständnis aufbringen für Na ja, jetzt wollte ich sagen die jeweilige Seite.
00:30:36: Also wie gesagt am besten werden keine Seiten vorhanden!
00:30:39: Ja
00:30:40: und ich will mit diesem Podcast machen wir ein klein Ein-Anfang das wir alle zusammenkommen und Einblicke geben in die Landwirtschaft und dass wir hier auch immer wieder unterschiedliche Landwirtinnen und Landwirte hören zu den unterschiedlichsten Themen.
00:30:53: Ich bedanke mich für An alle fürs Zuhören bis hierhin.
00:30:57: Falls ihr noch Fragen an meinen Gast Gese habt, dann könnt ihr sicherlich schreiben, ihr findet ihre Kontaktdaten in meinen Shownotes genauso auch meine.
00:31:05: Ihr könnt mir gerne schreiben an magia at jungundlandhölten.de Und ich fand das war eine richtig tolle Folge!
00:31:12: Vielen Dank, dass du uns einen Blick in deinen Alltag gegeben hast.
00:31:16: und ja... Ich war jetzt ein bisschen mit dir quasi dabei auf deinem Marktstand.
00:31:19: Kann es mir richtig gut vorstellen?
00:31:21: Ich bedanke mich
00:31:22: Ja, ich bedanque mich bei dir.