Jung & Landwirtin

Jung & Landwirtin

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00:00:03: Jung und Landwirtin, der Agrarpodcast

00:00:06: von Maja

00:00:06: Mokvitz.

00:00:11: Hallo ihr lieben Menschen!

00:00:13: Und wie schön dass ihr wieder eingeschaltet habt.

00:00:15: zu der Frage war früher wirklich alles besser in der Landwirtschaft?

00:00:20: Das wollte ich mit Heinrich Deppe besprechen.

00:00:22: er war der Versuchsgutleiter in Route.

00:00:27: für denjenigen die hier aus dem Raum Hannover gehört haben das bestimmt schon mal gehört aber für alle anderen kann ich es gerne noch ein bisschen mehr erklären.

00:00:35: Das Versuchsgut und Forschungsgut gehört zu der Tierärztlichen Hochschule von Hannover, dort müssen die Tiermedizinerinnen einen Pflichtpraktikum machen um die Nutztiehaltung und die Landwirtschaft im Allgemeinen besser zu verstehen.

00:00:53: Deswegen fand ich mich total interessant, mich mit dem Herrn Deppe zu unterhalten denn er war der Leiter für dreißig Jahre.

00:01:00: Er ist heute übrigens neunzig.

00:01:03: Und das verrät schon, er hat ziemlich viele Entwicklungsstadien aus der Landwirtschaft mitbekommen und deswegen wollte ich zuallererst erst mal wissen ob er irgendeine Lebensweisheit für uns hat!

00:01:15: Das wollte ich natürlich erstmal zuallererst erfahren... ...und dann wurde es auch wirklich ein bisschen ernster.

00:01:20: Ich wollte wissen was war wirklich damals besser oder auch viel viel schlimmer?

00:01:25: Wo lag denn die ganze Handarbeit?

00:01:27: Wie viel Mitarbeiter brauchte man damals bei all der Handarbeit, welche Wünsche hat er vielleicht auch an unsere Generation?

00:01:36: und wie blickt er auf die Zeit?

00:01:38: würde er gerne nochmal landwirt werden.

00:01:40: Ich habe Ihnen so viele Fragen gestellt.

00:01:42: ich will gar nicht zuviel verraten.

00:01:43: Vielleicht noch ein paar Sätze zu mir!

00:01:54: eigentlich ein Blick nach vorne zu werfen, auf die Innovation zu schauen.

00:01:58: Aber ich möchte auch auf die alten und traditionellen Werte immer mal wieder blicken.

00:02:03: was können wir davon mitnehmen?

00:02:05: Und ich glaube Herr Deppel gibt uns genügend mit!

00:02:07: Ich freue mich mit euch gemeinsam einmal reinzuhören.

00:02:09: viel Spaß mit der Folge.

00:02:14: So wie immer gehört es sich so dass ich mit meinen drei Einstiegsfragen starten möchte.

00:02:20: und an Heinrich habe ich die Frage lieber noch einmal im Jahre neunzehnt sechsundsechzig leben oder im Hirn jetzt zwanzig sechsundzwanzig?

00:02:34: Jedes Jahr hat es keine Vorteile.

00:02:36: Es gibt viele Digitiet zu der Zeit besser unangenehmer waren, aber heute ist die Zeit der Hektik mit vielen Dingen.

00:02:43: nur elektronisch macht natürlich ganz besonders den älteren Leuten ein bisschen Schwierigkeiten damit in jeden Fall zurückzukommen.

00:02:51: Ist ja auf den Traktoren und überall Große Maße zu finden heute.

00:02:57: Ja, das ist eine schöne Antwort.

00:03:00: da steckt viel dahinter.

00:03:02: Welche Lebensweisheit haben sie für uns?

00:03:05: Sie werden ja in ein paar Wochen neunzig.

00:03:09: Hast du eine Lebensweiszeit für uns?

00:03:12: Ein Zitat was wir uns zu Herzen nehmen sollten

00:03:25: aufzeichnet und auch weiß was los ist mit all den Dingen, die dazu... Den meisten Landwirten macht das nicht so viel Freude.

00:03:34: Die sind lieber auf dem Acker und flügen oder machen und alles was ansteht.

00:03:38: aber mit dem Büro haben sie wenig im Sinn.

00:03:42: Ja, das stimmt!

00:03:46: Das ist schon eine ganz wichtige Aufgabe, die da vorgenommen werden muss um auch auch den Nachfolgern, die den Betrieb in guter Verfassung zu erhalten.

00:04:01: Ja das stimmt!

00:04:02: Das ist wirklich sehr wichtig.

00:04:04: Jetzt haben Sie als Landwirt geantwortet?

00:04:07: Haben sie auch noch eine Antwort?

00:04:08: als Opa?

00:04:09: Als Opa... ja als OPA sage ich kein Alkohol, nicht rauchen und keinen Übergewicht haben.

00:04:21: Ehrlich?!

00:04:22: Das sind die beste Voraussetzungen, um alt zu werden.

00:04:25: Ja.

00:04:27: Und danach habe ich auch zumindest von der Hälfte meines Lebens dann nach mich gerichtet.

00:04:35: Okay.

00:04:36: Vor allen Dingen rauchen überhaupt nicht.

00:04:40: Aber kein Alkohol, das ist so wichtig!

00:04:42: Aber da hab' ich ja noch Zeit bis ich forty-fünf bin.

00:04:45: Du

00:04:45: bist dahin, darf ich noch rauchen und trinken?

00:04:47: Genau.

00:04:49: Und meine letzte Frage in die Richtung ... Was war früher wirklich besser?

00:04:54: Naja, vielleicht die Gemeinschaft in der Familie auch das Zusammenleben mit mehreren Generationen.

00:05:02: Nicht als Opa und Uropa dass sie in dem Familienbund verbunden waren.

00:05:09: Dass man auch Kontakt miteinander hatte und dass man auch erzählt hat was gemacht wurden draußen usw.

00:05:17: Die ganze Familie lebte gerade draußen passierte auf dem Feld oder auch in der Tierhaltung.

00:05:25: Und das ist heute, in der Zeit mit viel Hektik, ist es eigentlich nicht über so wie man das früher

00:05:33: hatte.

00:05:34: Gewohnt war?

00:05:35: Oder gewohnt waren?

00:05:36: ja.

00:05:36: Ja, das ist eine gute Beobachtung!

00:05:38: Jetzt wollen glaube ich die Hörer einmal wissen wer hier eigentlich spricht.

00:05:41: vielleicht können sie sich einmal vorstellen Sie sind Heinrich Deppe.

00:05:45: Wann sind Sie geboren?

00:05:47: Im Oktober neunzigzeigunddreißig Also noch das Vorkriegsmodell.

00:05:52: Und dann zur Schule gekommen, zweiundvierzig und Schulbesuch dann bis einundfünfzig.

00:06:02: Wie kann ich mir die Schule vorstellen?

00:06:03: Sie saßen in einer... Ja aber sie saßen an einer Klasse unterschiedlichen Alters oder allen... Nein

00:06:10: nein!

00:06:10: Allem selben Alter.

00:06:11: Inselnalter.

00:06:13: Wir waren alle selten alter.

00:06:15: Bloß wir haben in den letzten zwei Klassen waren Mädchen und Jungen getrennt.

00:06:22: Da gab es Mädels, die waren letztens zwei Jahre zusammen... ...und die Jungs waren zwei Jahrgänge zusammen.

00:06:30: Okay!

00:06:31: Da war man wie alt?

00:06:32: Und als das so gemacht wurde?

00:06:33: Ja.

00:06:34: Wie alt?

00:06:34: Sechzehn.

00:06:35: Kurz vom Abschluss.

00:06:38: So ungefähr.

00:06:40: Fünfzehn, ne?

00:06:41: Mit fünfzehn bin ich auch aus der Schule gekommen, ja.

00:06:44: Ahja.

00:06:45: Bei den Schulen zu Ende.

00:06:47: So, und wie war dann Ihre Verbundenheit zur Landwirtschaft?

00:06:50: Welchen Weg haben Sie denn eingeschlagen?

00:06:51: Wahrscheinlich

00:06:52: habe ich das geerbt von meiner Großmutter.

00:06:54: Die stammt von einem kleinen Bauernhof in Borsum.

00:07:00: Und die hatte nur meinen Großvater geheiratet und wahrscheinlich habe ich die Gene von der mitgekriegt dass sich die besondere Beziehung zu der Landwirtschaft hatte.

00:07:09: Und er hat mir auch immer viel Freude gemacht muss ich sagen.

00:07:12: Und dann wussten sie nach der Schule, ich möchte mich in die lampwirtschaftliche Richtung ausbilden.

00:07:17: Was haben Sie denn gemacht?

00:07:18: Ja, das war zwei Jahre in einem kleinen Betrieb.

00:07:23: Der ist nur mit Beschäft.

00:07:27: Als Personalbestand

00:07:30: und

00:07:31: da war ich in Vollpension.

00:07:34: Da haben wir alles gemeinsam gemacht.

00:07:38: Zählt das dann als Ausbildung, war es so eine Lehre?

00:07:40: Ja,

00:07:40: das ist Ausbildung.

00:07:41: Das war das erste und auch das zweite Lehrjahr in der landwirtschaftlichen Lehre die sogenannte Arbeitslehre.

00:07:49: Und danach noch ein drittes Lehrjah.

00:07:52: auf einem Hof in der Nähe von Bokkonen im Harri

00:07:56: Im Bukkenheim habe ich auch schon mal gearbeitet auf einem wirtschaftlichen Betrieb.

00:07:59: Ja, als Ernteilferin.

00:08:00: In Harry

00:08:02: war ich da, hab' ich das dritte Lehrjahr gemacht mit der Abschlussprüfung

00:08:06: und war damals um zwanzig Hektar ... Sie meinten gerade kleiner Betrieb oder was war so?

00:08:11: Das war ein

00:08:11: mittlerer Familienbetrieb.

00:08:13: Ah ja!

00:08:14: Und was wurde damals so angebaut?

00:08:16: und was gab's für einen Fieberstand?

00:08:17: Da gab es so

00:08:17: einen Zuckermannweizenhafer und Gerste nicht noch kein Mais.

00:08:23: Das war zu der Zeit noch nicht üblich.

00:08:25: Weil wir befinden uns gerade im Jahr nineteenhundert.

00:08:29: Ja, ein fünfzig-zweiundfünfzig oder dreinfünfziger auch.

00:08:35: Dann waren sie mit dem dritten Ausbildungsjahr fertig?

00:08:40: Wo sind Sie dann hingegangen?

00:08:41: Dann habe ich in einem Betrieb in der Nähe von Rindeln in Westendorf bin ich gewesen anderthalb Jahre und dann zur Landwirtschaftsschule nach Hildesheim war ich ja auf einem Betrieb in der Nähe von Gannersheim, in Hachenhausen.

00:09:01: Und da habe ich auch die Landwirtschaftsschule besucht in Gannnersheim

00:09:05: und war da dann auch schon Viehhaltung mit dabei?

00:09:09: Ja, da war Milchverhaltung.

00:09:11: Da war die Milch Verhaltung nicht aber da hatten wir einen Melker, der das gemacht hat.

00:09:17: Einen nur?

00:09:18: Ja ein Melker!

00:09:19: Wie viele

00:09:20: Kühe gab es denn da?

00:09:21: Wollen wir sagen, thirty-vierzig Kühe.

00:09:25: Hat das geschafft, ja.

00:09:27: Und hatten auch Pferde ...

00:09:29: Wissen Sie noch so ungefähr was gemolken wurde pro Tag von einer Kuh?

00:09:36: Die Milchleistung

00:09:37: ist insgesamt

00:09:38: die Lach zu der Zeit bei dreieinhalb bis viertausend Jahresleistungen und heute liegen wir bei Zehntausend.

00:09:49: Die Genetik ist also da weitergegangen, die Züchtung... hat uns erheblich weitergebracht.

00:09:54: Auch das leistungsgerechte Füttern hat natürlich auch da eine Rolle gespielt, nicht?

00:09:59: Ja!

00:10:00: Dann lass uns mal auf den Betrieb von Rute schauen.

00:10:04: Auf das Versuchst du

00:10:05: gut?!

00:10:06: Wie kann ich mehr die Landwirtschaft von damals dann vorstellen als du da angekommen bist?

00:10:10: Was wurde damals so angebaut?

00:10:13: Zucker im Weizen... Die üblichen Getreidesorten wurden angebaut

00:10:20: Und ihr habt ja für die tierstich Hochschule Versuche gemacht?

00:10:24: Ja, im großen Umfang.

00:10:26: Was

00:10:26: waren das so viele Versuche?

00:10:27: an was wurde

00:10:28: geforscht?

00:10:29: In der Tierhaltung Fütterungsversuch in erster Linie mit dem Institut für Tierenährung.

00:10:34: unter Unterleitung des Instituts wurden das gemacht und haben wir einen Versuchstechniker auch gehabt.

00:10:42: Der hat das dann überwacht nach den Bereichen.

00:10:46: Und was hattest du für eine technische Ausstattung?

00:10:50: Die waren natürlich zuerst minimal.

00:10:53: Was wir übernommen haben, das war eine langwierig verpachtete Domäne und verständlicherweise hat der Domänenpechter nichts in den Gebäudebestand investiert.

00:11:08: so die waren alle ziemlich marode.

00:11:14: entsorgt werden mussten alle im Bereich.

00:11:17: Und technisch war da eine oder zwei kleine Trecker so, so ein Fünfundzwanzigdreißig PS oder so in dieser Größe nicht, sodass wir das alles neu kaufen mussten.

00:11:30: Wir haben es gekauft und auch noch einen neuen Metrischergleich gekauft ...

00:11:36: Welchen Jahr sind wir jetzt?

00:11:37: Wo ist der Metrisher?

00:11:39: Den Metricher wird ja einundsechzig gekauft.

00:11:44: Ja, ein paar Meter, ich hab drei Meter Schnittbreite.

00:11:47: Aber ohne Kabine!

00:11:51: Ja?

00:11:51: Das war noch ziemlich lange so.

00:11:53: Ich glaube mein Vater hat auch noch erzählt, dass er ohne Kabinen...

00:11:58: Nur mit Staubschutzen und Maske mehr oder weniger.

00:12:05: Und was gab es damals für einen Attrak?

00:12:08: Was wurde so genannt?

00:12:09: Die Durchschnittsarträge beim Weizen Die lagen so bei fünfzig Doppelzentern nach.

00:12:15: Und heute reden wir von neun bis zehn Tonnen, nicht?

00:12:20: Also es hat sich ja wesentlich geändert.

00:12:26: Auch die Pflanzenzüchtung ist da doch erheblich weitergekommen.

00:12:31: Zum Polen Landwirt.

00:12:32: aber leider haben die Preise sich nicht weiterentwickelt.

00:12:37: Das

00:12:37: stimmt!

00:12:37: Das

00:12:38: ist der Nachteil.

00:12:40: Also die Arbeit auf dem landwirtschaftlichen Betrieb war ja früher schon sehr viel Handarbeit.

00:12:44: Wie viele Mitarbeiter brauchte man denn zu

00:12:48: übernommen?

00:12:49: Damals, im ersten Juli, am firsten Juni, war es noch ein Jahrzehnte und vierzig Mitarbeiter habe ich übernommt.

00:12:56: Für wieviel Hektar?

00:12:58: Ja, vierhundert Hektars war das.

00:13:03: Das waren zu Kolonnen viele Frauen Also zehn, zwölf Frauen die Handarbeiten gemacht haben.

00:13:11: Aber das war doch auf die Dauer.

00:13:13: Die waren aber alle so zur Pensionsgrenze, nicht?

00:13:19: Ja!

00:13:20: Und die sind dann auch langsam in den Ruhestand gegangen.

00:13:24: Die konnten man ja gar nicht bezahlen in dem Umfang.

00:13:27: Was waren denn so typische Handarbeiten noch auf dem Feld?

00:13:31: Das waren auch die Pflegearbeiten in den Zuckerrüben zum Beispiel oder ... Oder im Hofbereich haben die geputzt oder gehackt.

00:13:40: Ich weiß der Teufel, was sie alles gemacht haben.

00:13:45: Als ich nun da war, da haben wir das alles rationalisiert und vernünftig in vernünftige Regeln gebracht.

00:13:54: Also es waren zu viele...

00:13:55: Das waren zu viel nicht.

00:13:56: Die konnte

00:13:58: ja nicht bezahlen.

00:13:58: Außerdem wurden auch noch Flächen abgegeben.

00:14:02: zur Aufstockung Kleineren landwirtschaftlichen Betriebe in den Nachbardörfern, im Schlieggeum und Pattensinn und Koldingen wurden noch Flächen abgegeben.

00:14:11: So dass der Betrieb danach her keine Vierhundert Hektar mehr hatte sondern eine Zwei-Hundzwanzig Hektare.

00:14:18: dann mit allem Grünland und Baumbestand usw.

00:14:23: War dann wesentlich kleiner.

00:14:25: Ja Sie waren denn bis zum Jahr zweitausend Versuchsgutleiter?

00:14:29: Ja, ich habe das am ersten Juli einundsechstig übernommen

00:14:33: und

00:14:35: erst im Januar zweitausendeins meinem Nachfolger übergeben.

00:14:39: Der auch bei mir mal in der Lehre war.

00:14:41: Ach, ist es schön!

00:14:43: Zu schließlich der Kreis.

00:14:44: Und was war in der Zeit die größte Entwicklung?

00:14:47: Die

00:14:50: technischen Entwicklungen, die wir hier auch gerade besprochen hatten... mit dieser Zuckerrübenernte und, ja ... Meerewischer hatte ich schon gesagt.

00:15:03: Und was wir auch gemacht hatten dann neben nach der Melken, mit der Eimermelkernlage haben wir auch den Macroboter gehabt.

00:15:15: Auch schon?

00:15:16: Ja das hab' ich gebaut da in den Jahren ab fünfundneunzig.

00:15:22: Okay!

00:15:25: Ich habe auch den Kuhstall und war zweimal umgebaut in der Zeit, immer auf die neuesten Standards.

00:15:36: Wenn wir die Lehre betreiben ... Wir haben in der Ausbildung immer Lehrgänge A- und Drei-Siege Studenten gehabt.

00:15:46: Und davon zehn im Jahr.

00:15:48: Die waren alle immer so knapp zwei Wochen, waren sie auf dem Betrieb.

00:15:53: Da musste man ja auch aktuelle Landwirtschaft zeigen und nicht nur sagen, wie es früher war.

00:16:00: Ja.

00:16:03: Und dann haben sie vierzig Jahre dort gearbeitet.

00:16:06: Heutzutage ist die landwirtschaftliche Tätigkeit sehr herausfordernd und viele haben psychische Probleme sind überfordert.

00:16:17: Wie war damals so das Leben als Landwirt?

00:16:22: Man ist da ja mit aufgewachsen und diese Probleme hatten wir nicht.

00:16:27: Nein?

00:16:28: Keine Existenzen, Tänzexen...

00:16:30: Vor allen Dingen muss man immer da sein.

00:16:34: Man ist Tag und Nacht einsatzbereit sein auch Sonntag als Chef.

00:16:40: Da muss man vor Ort sein.

00:16:44: Auch wenn nachts Hähnchen verladen wurden oder was weiß ich, dann muss man dabei sein.

00:16:49: Ja das stimmt!

00:16:51: Und hatte man trotzdem Zeit für die Familie?

00:16:53: Wie war das Familienleben?

00:16:54: Ja,

00:16:54: doch.

00:16:56: Dadurch dass man auf dem Hof gewohnt hat... ...hat man morgens zusammen gefrühstückt, man hat zusammen Mittag gegessen und auch den Abend eingenommen... ...und dann sah man sich auch.

00:17:07: zwischendurch hat man sich am Tage mal gesehen.

00:17:09: Also es müssen Sie noch verraten!

00:17:10: Sie haben eine Frau und sie haben Kinder

00:17:12: richtig?!

00:17:12: Frauen und zwei Kinder

00:17:14: natürlich!

00:17:16: Na sehen Sie ja schön!

00:17:17: Das Familienleben hat da nicht total... drunter gelieden.

00:17:20: Sicherlich, dass man nachts oft bei getreide Trocknung zum Beispiel nachts auch draußen war und stört es natürlich wenn wir dann reinkommen oder den voller Staub das man nochmal unter die Dusche musste usw.

00:17:34: Das brachte natürlich ein bisschen Unruhe mit aber das musste die Familie

00:17:41: eben ertragen.

00:17:46: Und was sind so die schönsten Erinnerungen an die Jahre dort?

00:17:49: Ja, für mich war das... Ich war sehr gern Landwirt muss ich sagen.

00:17:59: Und ich bin auch heute noch verbunden damit.

00:18:02: Ich fahre täglich nochmal hin und guck mir die Felder an oder nehme den Yacht unten mit und das mache ich noch.

00:18:11: Das

00:18:11: hört nie auf ne?

00:18:13: Das hört nicht auf.

00:18:16: Zum Schluss hatte ich ja noch in den letzten Jahren Das große Geflügelzentrum gebaut, mit zwanzigtausend Hähnchen.

00:18:23: Ah wow!

00:18:24: Drei tausend Puten, dreitausend Moschelsenten und dreitausende Beckenkennen.

00:18:30: Die sind in dem Geflügelzentrum, das hatte ich noch mehr oder weniger zuletzt meiner Tätigkeit da gebaut, ne?

00:18:39: Ja... Das ist ja auch eine Wahnsinnssteigerung von den Vier Einheiten die man früher hatte zu dem was dann zum Ende hin Dann Tiere gehalten worden.

00:18:49: Wie sah ein ganz normaler Arbeitstag für Sie aus?

00:18:51: Ja, vom halb sieben.

00:18:53: Halb siebene und eine halbe Stunde Frühstückspause von neun bis neun um zwölf bis eins Mittag.

00:19:01: Das hat sich glaube ich auch noch nicht geändert.

00:19:02: das bleibt immer so.

00:19:04: Und Freitas um Mittags war regulär Schluss.

00:19:10: Aber nicht für die Mitarbeiter in der Vierhaltung.

00:19:15: Sind dann den Wechsel Die Person, ne?

00:19:17: Das Mal hatte einer Wochenenddienst und oder auch das nächste Wochenende wieder frei.

00:19:25: Das wurde im Wechsel gemacht so dass sie alle da gericht behandelt wurden.

00:19:29: Und wenn wir jetzt nochmal auf die heutige Zeit schauen wie schauen Sie auf die Entwicklung?

00:19:35: Ist eine positive Entwicklung von der Landwirtschaft?

00:19:38: Naja, das ist ein guter Anders.

00:19:41: Es werden immer weniger Betriebe, die kleinen können sich auch, dass die Technisierung in dem Maße gar nicht leisten.

00:19:49: Und es werden zunehmend größere Einheiten entweder die kleinen Verpachten oder Verkaufen ihre Flächen und die Tendenz ist dazu.

00:20:00: Man muss da hell wach sein, besonders mit der ganzen Elektronik.

00:20:04: Das ist nicht so man geht rauf ein Trecker und fährt los sondern man muss sich bitte den Dingen auskennen genauso gut wie der ganze Computertechnik, die dazugehört.

00:20:17: Ja und wie schauen Sie auf die heutige Generation?

00:20:20: Was würden sie den Wünschen oder Raten ... ist Ihr Sohn auch in die oder Tochter in die Lampe schafft gegangen?

00:20:26: Dass sie eine gute Ausbildung haben das ist also ne wichtige Voraussetzung dass ihr alle alle Möglichkeiten der Weiterbildung auf den Anspruch nehmen nicht nur sagen da gehe ich nicht hin oder so nichts Das is ja Maschinenleergänge oder auch Pflanzenschutzlehrgänge.

00:20:45: Das ist also ganz wichtig, es sind wichtige Voraussetzungen für eine vernünftige Betriebsführung.

00:20:51: Es geht gar nicht

00:20:51: anders.".

00:20:53: Dann komme ich jetzt glaube ich schon zur letzten Frage.

00:20:56: Glaubst du Landwirte fühlten sich früher mehr gewertschätzt als heute?

00:21:01: Ach ne, der Landwirt hatte immer seinen Platz in der Gemeinde und er wurde schon bewertet und angesehen.

00:21:11: eigentlich ja oder nicht eigentlich, sondern das war schon so.

00:21:16: Nicht der hatte seinen Platz da und heute im Grunde auch sind nur weniger geworden, wenige die das bestimmen.

00:21:23: Auch in einer Gemeinde wenn sie Zeit haben noch im Gemeinderat zu sein oder im Stadtrat wie gerade hier wieder die Wahlen vorbereitet werden.

00:21:36: Da bemühen sich auch Landwirte zum Bürgermeister gewählt zu werden.

00:21:41: Da wollen wir mal sehen, wie das dann ist.

00:21:44: Ja!

00:21:45: Lieber Heinrich ich möchte mich bei dir bedanken.

00:21:47: vielen Dank für deine Zeit.

00:21:48: du hast mir auch noch ganz viel weiteres an Infomaterial mitgegeben.

00:21:53: Das nehme ich gerne mit.

00:21:55: und ja das war ein schöner Einblick in die Jahre von Damals.

00:21:58: Tausend Dank!

00:22:00: Ich danke auch.

Über diesen Podcast

Hey, du! Schön, dass du mit mir in die Agrarwelt eintauchst. In meinem Podcast beschäftige ich mich mit der modernen Landwirtschaft von heute. Meine Gäste sind oftmals junge Menschen aus der Branche, die ihren Teil dazu beitragen, dass wir jeden Tag eine riesige Auswahl an qualitativen Lebensmitteln haben. Ich selbst bin studierte Landwirtin und habe einen besonderen Blick auf die Themen wie Nachhaltigkeit, Ernährungssicherung, Tierwohl, Foodtrends, Verbraucherwünschen, Nischen, neuen Wegen, politischen Zielen und Traditionen.
Viel Spaß beim Reinhören. Kritik und Rückfragen sind immer willkommen.

von und mit Maja Mogwitz

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